Historisches

… in der Medizin

Blutwurz als Pestmittel

“Aeßt Turmentill und Bibernell, dann stürbt ihr nüt so schnell”

soll zu Pestzeiten im 13. Jahrhundert ein vielzitierter Spruch gewesen sein der auf die Heilkraft der Blutwurz verwies. In einem handschriftlichen Medizinbuch aus dem 16. Jahrhundert findet sich eine Passage “des Königs aus Frankreich Recept pro peste” , und “des Königs aus Ungarn Recept contra pestern” in der die Bekämpfung der Pestepidemie unter anderem mit Tormentill (=Blutwurz) sehr empfohlen wurde.

Blutwurz zu Pfarrer-Kneipp´s Zeiten

Auch Pfarrer Kneipp vertraute der Tormentill und setzte sie unter anderem bei Blutbrechen, zu starken Menses, Lungen- und Leberleiden und Ikterus ein. Den äußerlichen Gebrauch schätzte er bei Gicht und als Wundheilmittel.

Blutwurz hat ihre Bedeutung nicht verloren

Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung des Wurzelstocks bei Verdauungsstörungen sowie bei leichten Entzündungen der Mund und Rachenschleimhaut. Hierfür werden im Handel Blutwurzkapseln, Blutwurzpulver oder Blutwurztinktur angeboten.

 

Etwas ansprechender finde ich die breite Palette an Blutwurzlikören die (was für den Magen gut ist, kann dem Hirn ja nicht schaden) für mich die angenehmste Darreichungsform sind….